AFP – Apple Filing Protocol

Wer in seinem Netztwerk auch Rechner der Firma Apple betreibt, stellt ziemlich schnell fest, dass die Verbindung zu dem Fileserver via Samba, nicht die schnellste ist.

Sicherlich gibt es Möglichkeiten, Samba zu Beschleunigen. Aber warum nicht gleich das hauseigene Apple-Protokoll AFP verwenden?

Auf dem Debian-Server stellt das Paket Netatalk das AFP-Protokoll zur Verfügung. Dieses muss natürlich zuerst installiert werden:

apt-get install netatalk

Danach müssen noch zwei Dateien bearbeitet werden.

Einmal die

/etc/netatalk/afpd.conf

Hier muss am Ende der Datei das “#” am Anfang der Zeile gelöscht werden:

- -tcp -noddp -uamlist uams_dhx2.so -nosavepassword

Dies bewirkt, dass das Passwort sicher übertragen wird.

Und zum zweiten, müssen noch die Freigaben erteilt werden. Dafür bearbeitet man die Datei

/etc/netatalk/AppleVolumes.default

Voreingestellt sind die Heimatverzeichnisse der Benutzer.

Wenn man zusätzliche Freigaben erteilen will, gibt man in der oben genannten Datei folgende Zeile ein:

/Pad/zur/Freigabe "Freigabename" OPTIONEN

also z.B.

/home/verwaltung "Verwaltung" allow:detlev,hugo,betty,@verwaltung

Die hier genannte Option erlaubt es den Benutzer detlev, hugo, betty und der Gruppe verwaltung, zugriff auf die Freigabe “Verwaltung”.

Alle Optionen sind in der Manpage nachzulesen:

man AppleVolumes.default

Damit alle Änderungen auch wirksam werden, muss der Dienst nur noch neu gestartet werden:

service netatalk restart

Seid gegrüßt
Alf

Flattr this!

Bildschirmauflösung TTY

In der Regel besitzen die Debian Server keine Grafische Oberfläche (GUI). Demzufolge findet man sich, nach dem booten des Servers, in der tty-Konsole wieder.

Nach einer Neuinstallation muss man aber feststellen, dass die Grafikauflösung 640×480 Pixel nicht übersteigt.

Diese Auflösung macht keinen Spaß… ihr dürft es ruhig ausprobieren! ;)

Da der Bootmanager Grub zuerst geladen wird, setzen wir bei den Änderungen dort an und editieren die Datei:

/etc/default/grub

In dieser suchen wir den Begriff

GRUB_GFXMODE=640x480

und ändern ihn in

GRUB_GFXMODE=1024x768

Somit setzen wir die Auflösung des Bootmanagers auf 1024×768 Pixel.

Leider reicht dies nicht aus, da dies nur die Auflösung des Bootmenüs verändert. Sobald man dann wieder in der TTY-Konsole ist, ist alles wieder wie zuvor!

Deswegen müssen wir dem System sagen, dass die Auflösung, die wir eingestellt haben, nicht verändert werden soll. Dies machen wir, indem wir unter der oben geänderten Zeile, diese hinzufügen:

GRUB_GFXPAYLOAD_LINUX=keep

Damit diese Änderungen auch wirksam werden, und ich rede nicht vom Speichern der Datei ;) , muss Grub noch upgedatet werden:

update-grub

Nach dem Neustart hat man dann eine schöne und übersichtliche Konsole, mit der Auflösung 1024×768.

Seid gegrüßt
Alf

Flattr this!

Tastaturlayout ändern.

Dieses Problem wird nicht jedem bekannt sein:
Man arbeitet auf einer Konsole, mit dem neustem Debian (7) und muss feststellen, dass das Tastaturlayout falsch ist!

Aber kein Problem, man gibt einfach

loadkeys us

ein und schon ist die Tastatur auf US-Englisch umgestellt….

Tja…eben nicht. :( Kann die Datei nicht finden, bekommt man zu lesen.

Die Lösung ist einfach, wenn bekannt. ;)
Es muss das Paket “console-data” installiert werden:

apt-get install console-data

Dort sind sämtliche Tastatur-Layouts gespeichert.

Nun funktioniert unser Befehl wieder, wie er soll:

loadkeys us

zurück zum deutschen Layout geht’s wieder mit:

loadkeys de

Seid gegrüßt
Alf

Flattr this!