Pauker

Heute stelle ich euch ein Programm vor, mit dem man Dinge, die man lernen will/muss, besser in den Kopf bekommt:

pauker
pauker

Um mit dem Programm arbeiten zu können muss es natürlich zuerst installiert werden:

apt-get install pauker

oder

aptitude install pauker

Pauker benutzt das System der Lernkarten, um beliebige Dinge zu lernen.
Die Lernkarten werden beidseitig beschrieben.
Auf der Vorderseite schreibt man z.B. eine Fremdsprachenvokabel, oder eine Frage, etc auf. Auf der Rückseite kommt dann die Übersetzung oder die Antwort der Frage.

Beim lernen schaut man sich die Frage an und denkt sich die Antwort. Dann dreht man die Karte um und überprüft, ob die Antwort richtig war.
War sie richtig, kann man sie auf die Seite legen, war sie falsch, kommt sie wieder zurück zu dem ungelernten Kartenstapel.

Um aber die Vokabeln richtig in den Kopf zu bekommen, müssen diese immer mal wieder wiederholt werden.
Dazu ist es hilfreich sich einen Karteikasten zu basteln.
Man baut sich einen länglichen Kasten, in dem die Karten von der breite reinpassen, anschließend unterteilt man den Kasten in 5 einzelne Fächer.

Wenn die Bastelstunde fertig ist, kann man dann mit folgendem Schema anfangen zu lernen:
– zuerst werden alle Karten in das erste Fach gelegt.
– man nimmt die vorderste Karte und beantwortet die Frage.
– ist diese falsch, kommt sie wieder, als letzte Karte, zurück in das erste Fach.
– ist sie richtig, legt man die Karte in das zweite Fach

Wenn man dann fertig ist mit dem lernen, sind im Idealfall einige Karten im zweitem Fach.
Diese nimmt man sich dann nach dem oben beschriebenen Schema am nächsten Tag wieder vor, mit dem Unterschied, wenn die Karte falsch beantwortet wurde kommt sie wieder in das erste Fach. ist sie richtig, kann man sie ins dritte Fach legen.

So geht das dann weiter, bis die Karten aus dem fünften Fach “fallen”. Dann kann man davon ausgehen, dass man die Karte wirklich im Kopf hat.

Das wichtige ist, dass die einzelnen Fächer nicht täglich gelernt werden.
Die Zeit ist frei wählbar, aber um ein Gefühl zu bekommen, was ich meine, hier mal ein Beispiel:
– Fach 1 – täglich lernen
– Fach 2 – alle zwei Tage lernen
– Fach 3 – einmal die Woche
– Fach 4 – einmal im Monat
– Fach 5 – einmal im viertel Jahr

Man sieht, dass die Zeitabstände immer länger werden. Das hat den Vorteil, dass Karten, die im 5. Fach erfolgreich beantwortet werden, im Langzeitgedächtnis gespeichert sind. Und genau das ist das Ziel von diesem System.

Puh, alles schön und gut…. aber das kann ich mir nicht alles merken… ;)

Hier setzt das Programm Pauker an!

Pauker kümmert sich um die Aufteilung der Fächer, um die Zeitlichen Abstände… quasi um alles, außer das lernen.
Man kann sich dann voll und ganz auf das lernen konzentrieren.
Mit Pauker zu lernen ist zudem effektiver, da das Programm sogar unterscheidet in Ultra-Kurzzeit-, Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis.

Das funktioniert so:

Zuerst werden die Karten 20 Sekunden angeschaut. Sowohl die Frage als auch die Antwort werden angezeigt. Dies ist das Ultra-Kurzzeitgedächtnis. Danach werden diese Fragen abgefragt. Sind sie richtig, kommen sie in das Kurzzeit-Fach. Sind sie falsch, gehen sie zurück in den ungelernten Stapel.
Das Spiel geht so 10 Minuten lang.

Zu guter letzt werden alle Fragen noch einmal abgefragt. Sind sie richtig, kommen sie auf den 1. Stapel.

In der Übersicht wird dies mit einem grünem Balken angezeigt. Die Karten bekommen auch einen Zeitstempel, mit den man auslesen kann, wann die Karte gelernt wurde und vor allem, wann sie abgelaufen ist und wiederholt werden muss.

Die Karten im ersten Stapel laufen nach 24 Stunden ab. Ab da schaltet sich auch der Button “Abgelaufene Karten wiederholen”, im Hauptmenü frei.

Klickt man drauf, werden alle abgelaufene Karten wiederholt, ganz gleich in welchem Fach sie liegen.
Antwortet man richtig, werden die Karten ins nächste Fach gelegt und mit einem neuen Zeitstempel versehen. Ist die Antwort falsch, geht sie Karte zurück ins ungelernt-Fach und die Prozedur wiederholt sich von vorne.

Die Abstände zwischen den Fächern wird immer größer. Im Fach 7 z.B. läuft eine gelernte Karte, erst nach über einem Jahr ab.

Das Programm ist simpel aufgebaut. Alles ist selbsterklärend, so dass man sich ohne Einarbeiten, gleich ans Lernen machen kann.

Viel Spaß beim lernen!
Alf

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head und tail

Oft ist man im Terminal unterwegs und will nur mal kurz schauen, was in der Datei xy drinsteht. Meistens nimmt man cat, less oder sogar vi…
Bei den eben genannten Befehlen wird immer die ganze Datei angezeigt, entweder im Terminal aufgelistet (cat), oder es öffnet sich ein eigenes Programm (less,vi).
Oftmals ist das aber zu viel, weil man nur kurz reinschauen will, ohne immer eine Fülle von Informationen vor sich zu haben.

Hier helfen die Befehle “head” und “tail”.

head

Mit dem Befehl

head DATEI

werden die ersten 10 Zeilen der Datei im Terminal ausgegeben.

Dies ist praktisch, wenn man z.B. schauen will, um was für eine Datei es sich handelt. Es kommt vor, dass es Dateinamen her nicht immer offensichtlich ist.

Von den Optionen her, brauche ich nicht viel zu sagen… so viele sind es nicht. ;)

head -c BYTE DATEI

Diese Option zeigt den Inhalt nicht in Zeilen, sondern in Bytes an.

head -n ZEILEN DATEI

Mit dieser Option kann man die Anzahl der Zeilen angeben, die angezeigt werden sollen.

head -q DATEI DATEI DATEI

Diese Option wird nur ersichtlich, wenn mit head mehrere Dateien ausgewählt wurden, dann wird im Standardfall eine Kopfzeile mit dem Dateinamen angezeigt. Diese Option verhindert das.

head -v DATEI

Die Kopfzeile mit dem Dateinamen wird immer angezeigt.

tail

tail macht genau das Umgekehrte… es zeigt die letzten 10 Zeilen der Datei an. Sehr praktisch, wenn man sich die Log-Dateien anschauen möchte, da das wirklich Interessante immer am Schluss steht.

tail DATEI

Die Optionen -c, -n, -q und -v sind dieselben wie bei head.

Das besondere an tail, ist die Möglichkeit, den Inhalt live mitzuverfolgen. Das ist z.B. hilfreich, wenn man auf Fehlersuche ist und sich live anschauen will, wenn und wann ein Eintrag in .z.B. einer Logdatei erscheint.
Dies macht der Befehl

tail -F DATEI

Seid gegrüßt
Alf

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apt-cacher

Bisher ist es ja bei vielen von euch so, dass alle Linuxbenutzer im Haus (hoffentlich) regelmässig

apt-get update && apt-get upgrade && apt-get dist-upgrade

oder ähnliches durchführen.

Für einen “Ein-PC-Haushalt” ist dies auch kein Problem… Sind aber mehrere Debian-Rechner oder sogar Server im Haus, macht es Sinn, über eine zentrale Verteilung nachzudenken.

Mit zentrale Verteilung meine ich einen Rechner/Server, der alle Pakete einmal runterlädt und sie dann an alle anderen Rechner/Server im Hausnetz verteilt.

Vielleicht meint ihr, dass im Zeitalter schneller Internetverbindungen, dies eine Relikt alter Tage ist. Aber mal ehrlich, wenn ihr nur 5 Rechner im Hausnetz mit Updates versorgen müsst, ist eure Internetleitung ziemlich lange Langsam oder sogar blockiert. Denkt man dann z.B. an Serverfarmen, dann ist so eine zentrale Verteilung schon ein schicke Sache…

Das Tool, mit den man eine solche zentrale Verteilung einfach aufbauen kann, nennt sich

apt-cacher

Zuerst muss das Tool installiert werden:

apt-get install apt-cacher

Voraussetzungen für die Nutzung von apt-cacher ist zum einen ein funktionierender Webserver und zum anderen ausreichend Platz auf der Festplatte um alle Debian-Pakete zur Verfügung stellen zu können.

Nach der Installation kann man schon den Status abfragen, dazu einfach im Browser die Adresse eingeben:

localhost:3142

Anstelle von localhost, gebt ihr einfach den Namen oder die Ip des Servers an.

Die Konfigurationsdatei findet ihr im Pfad

/etc/apt-cacher/apt-cacher.conf

Folgende Einstellungsmöglichkeiten sind unter anderem vorhanden

Das Verzeichnis, in dem die Pakete gespeichert werden:

cache_dir = /var/cache/apt-cacher

Pfad und Dateiname der Log-Datei:

log_dir = /var/log/apt-cacher

E-Mail Adresse an die die Log- und Fehlerinformationen geschickt werden:

admin_email = root@localhost

Wenn der Daemon-Port ein anderer sein soll:

daemon_port = 3142

Auf 1 gesetzt, erstellt apt-cacher tägliche Reports:

generate_reports = 1

Auf 1 gesetzt, wird alle 24 Stunden überprüft, ob Pakete aus dem Debian-Repository genommen wurde, und löscht diese lokal ebenfalls.

clean_cache = 1

Ist alles fertig, müssen die Dienste noch neu gestartet werden

service apache2 reload && service apt-cacher restart

Jetzt ist auf der Serverseite alles eingerichtet und wir können uns den Clients zuwenden.

Da das auf dem Server die ganze Arbeit gemacht wird, muss bei den Clients nur die sources.list angepasst werden:

vi /etc/apt/sources.list

Hier muss nur der Pfad angepasst werden.
z.B. von

deb http://ftp.de.debian.org/debian/ wheezy main

nach

deb http://localhost:3142/ftp.de.debian.org/debian/ wheezy main

Jetzt ist alles eingerichtet und man kann ganz normal, mit dem gewohntem Befehl, sein System updaten:

apt-get update && apt-get upgrade && apt-get dist-upgrade

Viel Spaß beim aufbau eurer Serverfarm ;)

Seid gegrüßt
Alf

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