History search

Wenn man einen Befehl in der Konsole ausführt, wird dieser in der Datei

~/.bash_history

gespeichert.

Mit den Pfeiltasten hoch und runter, kann man alle bereits eingegebenen Befehle wieder aufrufen.

Da dies aber recht lange dauern kann, bis man den richtigen Befehl gefunden hat, gibt es mehrere Möglichkeiten, dies zu vereinfachen, um schneller ans Ziel zu kommen.

1. Man tippt

history

und merkt sich die Nummer, die vor dem gewünschtem Befehl steht. (z.B. 234)

Dann gibt man

!234

ein und der Befehl wird ausgeführt.

2. Man benutzt die “reverse-i” Funktion, indem man [STRG]+[R] drückt.
Danach ändert sich die Eingabe in:

(reverse-i-search)`':

Jetzt kann man die ersten bekannten Anfangsbuchstaben eingeben. Sobald ein Buchstabe gedrückt wird, wird ein Treffer angezeigt. Ist dies jetzt nicht der richtige Befehl kann man durch weiteres drücken der [STRG]+[R] Kombination, weitere Treffer anzeigen lassen.
Wird beim richtigen Treffer [ENTER] gedrückt, wird der Befehl gleich ausgeführt. Will man aber vorher was ändern, drückt ihr einfach [ESC] und der Befehl wird angezeigt ohne ausgeführt zu werden.

3. Leider ist bei Punkt Zwei das Problem, dass man nur in eine Richtung suchen kann… drückt man einmal zuviel [STRG]+[R] dann ist man am gewünschtem Befehl vorbei und fängt von vorne an.

Mit ein biserl Tipparbeit gibt es ein schönes Schmankerl:

Erstellt zuerst in eurem home Verzeichnis die Datei .inputrc:

touch ~/.inputrc

fügt mit dem Editor eurer Wahl … vim … ;) folgende Zeilen ein:

"\e[A": history-search-backward
"\e[B": history-search-forward

Wenn ihr jetzt einen Suchbegriff eingebt… z.B. “ls” dann könnt ihr mit den Pfeiltasten hoch und runter alle History Einträge durchzappen, die mit “ls” anfangen.

Seid gegrüßt
Alf

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ncdu – Übersichtliche Festplattenbelegung

Ab und an kommt es zu dem Problem, dass die Speicherkapazität der Festplatte erschöpft ist. Selbst zu heutigen Zeiten, in denen man mehrere Multi-GB Festplatten im System eingebunden hat. Das waren noch Zeiten, als ich damals mit 2x 80 MB Fetsplatten (richtig gelesen: Megabyte!!) der Held der Schule war ;).

Das erste was man dann normalerweise tut, ist einen Überblick zu verschaffen, welches die größten Platzverschwender sind.
In der GUI sind Programme wie Baobab (Gnome), Filelight (KDE) und wie sie alle heißen, optimal. Dort wird die Festplattenbelegung grafisch dargestellt, so dass man sofort sieht, welches Verzeichnis den meisten Platz in Anspruch nimmt.

Bei Servern, die in der Regel ohne GUI auskommen, wird oft das Standard Tool “du” (disk usage) verwendet.
Wer das Programm kennt, wird mir zustimmen, dass es nicht sehr übersichtlich ist.

Letztens bin ich dann über das Programm “ncdu” gestolpert. War ich doch überrascht, wie übersichtlich die Ordnerstruktur nach Größe sortiert wird.

Das Programm bietet auch die Möglichkeit, Dateien und Verzeichnisse direkt zu löschen, ohne dass man mit einer zweiten Konsole den Löschvorgang einleitet.

Gestartet wird das Programm in dem Verzeichnis, von dem man die Festplattenbelegung auslesen möchte,

ncdu

oder gibt das Verzeichnis im Befehl mit an.

ncdu /home/

Jetzt öffnet sich ein Fenster mit den ausgelesenen Verzeichnissen. Mithilfe der Pfeiltasten kann man sich jetzt in der Baumstruktur bewegen.

Wenn jetzt z.B. ein Verzeichnis darin befindet, deren Daten man löschen möchte, bewegt man die Auswahl zu dem genannten Verzeichnis und drückt die Taste “d”. Das Verzeichnis mitsamt den Dateien wird nun gelöscht.

Es gibt noch mehrere dieser Befehlstasten. “n” sortiert nach Dateiname, “s” nach der Größe der Verzeichnisse, usw…

In der Manpage stehen noch mehr dieser Befehlstasten.

man ncdu

Mir hat dieses Tool sehr geholfen, wieder Ordnung zu schaffen!

Seid gegrüßt.
Alf

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Berechtigungen schnell ändern (Ordner und Dateien)

Hallo Leute,

heute ist es mir passiert, ich wollte eigentlich nur kurz die Berechtigung eines Ordners auf 777 ändern, habe aber in meiner Schusseligkeit folgenden Befehl ausgehührt:

chmod -R 777

das ist natürlich alles andere als Optimal, gerade wenn es sich bei dem Ordner um eine WordPress Instanz handelt :D – nicht dieser Blog, keine Sorge :D

Da es unter Linux keinen “Zurück” Button gibt und ich natülich nicht jeden Ordner und jede Datei einzeln bearbeiten möchte gibt es hier einen kleinen Trick wenn ihr mal bei viele Datein und Ordner gleichzeitg die Berechtigung ändern müsst:

find /srv/vhosts/wordpress-instanz -type f -print0 | xargs -I {} -0 chmod 0644 {}

Dieser Befehl ändert die Berechtigung aller Datein in dem Verzeichnis “/srv/vhosts/wordpress-instanz” sowie deren Unterordneren auf 664.

find /srv/vhosts/wordpress-instanz -type d -print0 | xargs -I {} -0 chmod 0755 {}

der Zweite Befehl sucht alle Ordner und Unterordner und änderte die Berechtigung auf 755.

Zum Einsatz kommt einfach der “find” Befehl (hier von Alf näher erläutert) und wird dann mit “xargs” weiterverarbeitet.

Innerhalb von wenigen Sekunden war somit mein blöder Fehler wieder behoben und alles war beim Alten, hoffe wir mal nicht das mir das “-R” bei einem “rm” Befehl reinrutscht :)

peace
LEWIS

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