find – die Anti-GUI-Suche!

Um auf der Konsole etwas zu suchen, ist nicht so einfach, wie unter einer GUI, aber wie es bei allen Dingen so ist, wenn man weiß wie es geht, ist alles einfach. :)

Der Befehl

find

ist hier die erste Wahl. Allerdings ist dieser Befehl sehr viel mächtiger, als man meinen möchte. Ein Blick in die Manpage lässt einen schlucken. ;)

man find

Ich möchte hier erklären, wie der Befehl aufgebaut ist und wie man in benutzt. Natürlich ist es mir nicht Möglich alle Möglichkeiten zu erklären, aber für den Anfang sollte es reichen, alles weitere findet man in der Manpage:

man find

Die Grundstruktur baut sich wie folgt auf:

find . -name suchwort

Im einzelnen:

  • find
 – leitet die suche ein. ;)
  • .
 – Hier gibt man an, ab wo gesucht wird. Der Punkt bezeichnet das aktuelle Verzeichnis. Es kann auch eine Pfadangabe folgen…etc.
  • -name
 – Hier wird angegeben was gesucht wird. Näheres weiter unten.
  • Suchwort
 – Der Begriff der gesucht wird. Hier kann man auch mit Wildcards arbeiten um die Suche etwas auszuweiten. Wildcards werden hier erklärt.

Mit “-name” wird ein Datei- oder Verzeichnisname gesucht, was auch meistens gewollt ist. Allerdings kann man auch nach ganz anderen Dingen suchen. Hier mal eine kleiner Auszug:

  • -name NAME
 – Sucht nach einer Datei oder einem Verzeichnis.
  • -amin N
 – Auf die Datei ist vor N Minuten zugegriffen worden. (wenn man nicht genau weiß kann man auch ein + oder – vor die Zahl setzten)
  • -group NAME
 – Die Datei gehört der Gruppe NAME.
  • -iname NAME
 – Wie “-name” allerdings wird die Groß/Kleinschreibung ignoriert.
  • -mmin N
 – Der Inhalt der Datei wurde vor N Minuten geändert. (+ und – gelten auch hier)
  • -nouser
 – Die Datei gehört keinem am System eingetragenem User.
  • -nogroup
 – Die Datei gehört keiner am System eingetragener Gruppe.
  • -path PFAD
 – Mit PFAD einen Teil eines Pfad angeben.
  • -type C
 – Die Datei ist vom Typ C; folgende Typen werden unterschieden:
  • b gepufferte Gerätedatei für ein blockorientiertes Gerät
  • c ungepufferte Gerätedatei für ein zeichenorientiertes Gerät
  • d Verzeichnis
  • p benannte Pipeline (FiFo)
  • f normale Datei
  • l symbolischer Link
  • s Socket

Man kann auch mehrere Ausdrücke kombinieren, so dass die Suche immer mehr eingegrenzt werden kann.

Am Anfang ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, mit dem Befehl zu arbeiten. Ich empfehle auch mal einfach die verschiedenen Möglichkeiten auszuprobieren, damit man es zumindest mal gesehen hat. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber dran, dann will man gar keine GUI-Suche mehr. ;)

seid gegrüßt
Alf

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