Linux frisst meinen RAM

Hallo Leute,

heute beschäftigen wir uns mit einem Thema, das gerade Anfängern oft schwer zu schaffen macht. Der freie Arbeitsspeicher unter Linux.

Als Allererstes: Alles ist in Ordnung, ihr braucht euch keine Sorgen machen, und wenn ihr mir blind vertraut und nicht wissen wollt, wie es zu dem Effekt kommt, müsst ihr nicht weiterlesen (:

Ich habe hier folgendes kleines Beispiel vorbereitet, danach werde ich euch erklären, wie es dazu kommt.

htop

In “htop” sehen wir eine aktuelle RAM Auslastung von 501MB. Es zeigt aber mit dem gelben Balken viel mehr an, somit gehen die meisten Benutzer dem Ganzen nach und geben folgenden Befehl ein:

free

Und jetzt ist die große Verwirrung da. Laut “free” haben wir nur 2GB frei, obwohl “htop” uns doch sagt, dass wir nur 501MB belegt haben. Dies liegt aber nicht daran, dass Linux unbedingt euren RAM essen will, sondern am sogenannten “Disk caching”. Diesen Dienst gibt es schon sehr lange in der Linux Welt und alle Linux Administratoren werden ihn zu lieben wissen. Er macht nichts anderes, als einen Teil eures nicht benutzten Arbeitsspeichers zu verwenden, um Programme und Dienste schneller zu laden. Aber keine Sorge, sobald ein Programm mehr RAM benötigt, gibt Linux den verwendeten Speicher sofort wieder frei.

Hier sehen wir nun auch, dass das Tool “htop” uns sogar anzeigt, dass ein gewisser Teil für das “Disk caching” verwendet wird. Der gelbe Balken im Arbeitsspeicher zeigt den aktuellen Disk cache an.

Im Grunde ist es aber ein Verständnisproblem zwischen Mensch und Linux.

Speicher der… Du würdest sagen: Linux sagt:
verwendet wird Verwendet Verwendet
verfügbar ist, aber verwendet wird Frei Verwendet
nicht verwendet wird Frei Frei

Im Befehl “free” könnt ihr euch aber auch ganz einfach anzeigen lassen, wie viel wirklich verwendet ist:

free

Unter dem Punkt “-/# buffers/cache:” sehen wir nun die wirkliche Auslastung unseres Arbeitsspeichers. Somit braucht ihr euch keine Sorge um euren RAM zu machen.

Noch was: NEIN! Man kann das “Disk caching” nicht deaktivieren, warum auch? Der einzige Grund, warum wir dies wollte, wäre, weil wir denken, dass Linux uns den RAM klaut, was aber nicht der Fall ist, somit brauchen und können wir das “Disk caching” nicht deaktivieren.

Für eine etwas genauere und lustigere Beschreibung gibt es hier die richtige Seite:
www.linuxatemyram.com

peace
LEWIS

Befehle für Einsteiger #2

Morgen,

nach intensiven Portal 2 spielen habe ich jetzt auch wieder mal Zeit für meinen kleinen Blog (:

Ich werde heute die “Befehle für Einsteiger” fortführen und wir fangen auch gleich direkt damit an.

Freien Arbeitsspeicher anzeigen

free -b
free -k
free -m
free -g

Mit dem Befehl “free” gefolgt von der Größenangabe (b = bytes, k = kilobytes, m = megabytes, g = gigabytes) könnt ihr euch ganz einfach über euren aktuellen RAM Verbrauch erkundigen. Der Swap wird bei “free” auch angezeigt.

Freien Festplattenspeicher anzeigen

df -b
df -k
df -m
df -g
df -h

Mit dem Befehl “df” können wir uns alle Partitionen und deren Auslastung anzeigen lassen. Wie bei “free” können wir auch hier die Größenangaben auswählen, die wir angezeigt bekommen wollen. Wenn wir aber das ganze prozentual angezeigt haben wollen müssen wir den letzten Befehl verwenden.

Aktuell verbunden Benutzer anzeigen

users

Mit dem Befehl “users” könnt ihr euch alle derzeit angemeldeten Benutzer anzeigen lassen.

Hostnamen ändern

hostname NEUERHOSTNAME

Dieser Befehl ändert euren Hostnamen auf “NEUERHOSTNAME”. Das Ganze könnt ihr euch dann auch noch neu ausgeben lassen indem ihr diesen Befehl eingebt:

hostname

Falls beim Neustart wieder der alte Hostname angezeigt wird könnt ihr noch probieren die Datei direkt zu bearbeiten, hierzu geben wir einfach folgendes ein:

nano /ect/hostname

Damit sollte es dann funktionieren, falls es bei dem ersten Befehl nicht klappt.

Mehr Einsteiger Befehle folgen in Kürze (:

peace
LEWIS


Webmin Installation

Abend Leute,

heute will ich euch zeigen wie ihr euch einfach und komfortable “Webmin” installieren könnt. “Webmin” bietet viele Möglichkeiten um sein System zu konfigurieren ohne dauernd über SSH auf dem Server verbunden zu sein.

Es gibt zwei Wege um “Webmin” zu installieren. Der einfachere und bessere Weg ist der über “apt-get”. Dies hat den Vorteil, dass wir Aktualisierungen einfach einspielen können. Hierzu müssen wir zuerst einige Schritte erledigen.

Als erstes müssen wir die “sources.list” bearbeiten. Diese finden wir unter “etc/apt”.
In diese Datei fügen wir folgendes hinzu:

deb http://download.webmin.com/download/repository sarge contrib
deb http://webmin.mirror.somersettechsolutions.co.uk/repository sarge contrib

Dies können wir über den Befehl “nano” machen oder über FTP die Datei laden, bearbeiten und wieder hochladen.

Danach geben wir noch folgendes über SSH ins Terminal ein:

wget http://www.webmin.com/jcameron-key.asc
apt-key add jcameron-key.asc

Dies signiert die “Webmin” Daten.

Jetzt können wir “Webmin” einfach über “apt-get” installieren:

apt-get update
apt-get install webmin

Nach der Installation sollten wir nun noch eine kleine Änderung vornehmen. Hierzu gehen wir unter “etc/webmin” und bearbeiten die Datei “miniserv.conf”.
In dieser Datei sollten wir diese Zeile ändern:

port=10000

Hier einfach einen Port eintragen der noch frei ist, aber es sollte nicht der Standard Port sein.

Wenn auch dies erledigt ist, geben wir noch diesen Befehl ein:

service webmin restart

Danach können wir “Webmin” im Browser aufrufen. Hierzu geben wir folgendes in den Browser ein:

https://DOMAIN:PORT

Danach können wir uns mit unseren Benutzerdaten anmelden.

webmin_interface

peace
LEWIS